Vorsicht bei Investitionen in ETFs – lieber auf aktive Manager setzen!

Liebe Freunde der schlauen Geldanlage und des aktiven Managements, 

in den letzten Jahren konnten ETFs (Exchange Traded Funds) einen großen Siegeszug feiern. ETFs werden heute meistens synonym verwendet für Indexfonds, also Index ETFs. Warum erfreut sich diese Anlageklasse seit Jahren steigender Beliebtheit? 

Dafür sprechen m. E. folgende Gründe: 

1. Niedrige Kosten innerhalb des Fonds

2. Im Vertrieb bei Endkunden relativ einfach erklärbar 

3. Passives Produkt, das (angeblich) wenig Aufmerksamkeit durch den Anleger bedarf

Rollen wir diese Liste doch einfach einmal von unten auf! 

Ad 3.

Anleger sollten – wie immer – auch hier Vorsicht walten lassen. Kauft man über einen ETF einen Index, erwirbt man automatisch auch immer dessen spezifische Volatilität (also die Höhe der Schwankungen dieses Index). Das passiert selbstverständlich ungesichert. Im automatischen Handel, der eben durch den verstärkten Einsatz von ETF sich sozusagen selbst noch weiter beschleunigt, ist das ein nicht zu unterschätzendes Risiko. 

In den vergangenen Jahren ist es schon häufiger passiert, dass ein Index ohne sichtbare Erklärung um mehrere Prozentpunkte innerhalb kurzer Zeit abgestürzt ist, um sich dann schnell wieder zu erholen. Hier kann man mit einer einfachen Long Position in einem ETF mit in den Keller rauschen, sich dann aber auch wieder schnell erholen (sog. Flashcrash). Was passiert jedoch den Vorsichtigen? Diejenigen, die immer ein Stop-Loss-Limit von z.B. -5% in den Markt legen? Diejenigen, die „einen breiten Markt gekauft haben, um Risiken zu minimieren?“ Diese werden einfach ausgestoppt und verlieren dann z.B. diese 5%. 

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Ein ETF ist so schön leicht erklärt: „Sie kaufen den ganzen Markt über alle Branchen. Damit sind Sie breit diversifiziert und das minimiert die Kursrisiken.“ Klasse. Das ist so einfach und schlau… Wirklich? 

Ad 1. 

Mich persönlich als Investor interessiert doch wirklich nur, was am Ende für mich netto an Rendite übrig bleibt. Mit welchen Kosten ein bestimmtes Anlageinstrument während der Produktion meiner Rendite belastet ist, interessiert mich nicht (maximal zweitrangig!). Hier kommt der aktive Fondsmanager ins Spiel. Solange ein sehr guter Fondsmanager das ihm anvertraute Vermögen deutlich stärker steigern kann als z.B. passive Geldanlagen in einem ETF im selben Vergleichszeitraum, ist es mir ziemlich egal, wie teuer sein sog. Alpha (die Mehrrendite gegenüber einem Vergleichsindex) produziert worden ist, solange es überhaupt vorhanden ist. Wird das Alpha nachhaltig über längere Zeiträume erwirtschaftet, ist der Fondsmanager offenbar sein Geld wert. „Was nichts kostet, hat auch keinen Wert“, sage ich dazu immer.

Wer auf der Suche nach einem guten Vermögensverwalter in einer defensiven Anlagestrategie ist, ist in meiner FORMAT Asset Management bestens aufgehoben. Bohren wir gemeinsam dicke Bretter und überlassen das Furnier anderen. 

Beste Grüße und bis bald an dieser Stelle, 

Euer 

Christoph Vogt

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