Staat als Preistreiber 2021

Christoph Vogt verabschiedet das Jahr 2020 mit einem einfachen tschüss. 2021 wird bestimmt wieder ein besseres Jahr für die Geldanlage und Vermögensverwaltung.

Steuern sind "out" - Abgaben und Gebühren sind "in"

Liebe Steuerzahler in Deutschland und Freunde der schlauen Geldanlage, 

zunächst wünsche ich Euch allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2021!

Seit dem Jahreswechsel verteuert die “CO2-Abgabe” Eure Ausgaben für Benzin, Diesel, Gas und Heizöl spürbar. So hat sich z.B. der Preis je Liter vom beliebten Diesel Kraftstoff um rund +8% erhöht. In Kombination mit der “Normalisierung” der Mehrwertsteuer auf das Niveau vor der Corona Krise auf 19% ergibt sich ein empfindlicher Preissprung. Manche Tankstelle versuchte hier gar rund 20 Cent als Preiserhöhung je Liter für Benzin oder Diesel durchzusetzen. Was von der derzeitigen Regierung weniger betont wird, ist die Tatsache, dass mit diesem Gesetz eine weitere Preiserhöhung in ähnlicher Höhe für die kommenden 5 Jahre durchgeplant ist. 

Solltet Ihr trotzdem noch einen Verbrennungsmotor in Eurem Kfz bewegen wollen, passt auf, wo Ihr parkt. Autofahrer werden wieder mit einer gewissen Inbrunst zur Kasse gebeten. Die Verteuerung der Bußgelder beträgt teilweise über +100%! Eigentlich muss erwartet werden, dass die “normale” Kfz-Steuer steigt. Natürlich tut sie das auch. Vor allem für große, schwere und teure Fahrzeuge mit entsprechend großen Motoren. Dafür fahren die stark nachgefragten E-Autos noch bis zum Jahr 2025 steuerfrei. Es bleibt die berechtigte Frage, wie viele E-Autos ohne die staatlichen Subventionen verkauft würden – nur auf der tatsächlichen Nachfrage der Verbraucher beruhend. Immerhin wären diese im Sinne der Politik “vorbildlichen” Autofahrer dann auch bereit, ihr Fahrzeug mit dem mit Abstand teuersten Strom in Europa zu betanken. Mich erinnert diese Situation an die häufigen Umfragen zum Fleischkonsum in Deutschland (Wären Sie bereit für Fleisch mit dem Label “Bio” o.ä. mehr zu bezahlen? – Was immer deutlich bejaht wird, dann aber nicht stattfindet). Letztlich entscheidet immer noch die Kasse über das Konsumverhalten.    

Um lustige +28,5% verteuert sich die Beantragung eines neuen Personalausweises im Jahr 2021 gegenüber 2020. Der Preis steigt von aktuell 28,80 EUR auf 37,00 EUR. 

Rechtsanwälte dürfen 10% höheres Honorar abrechnen, aber der Staat bedient sich natürlich auch bei ihnen

Nach Jahren der verordneten Zurückhaltung steigen 2021 auch die Rechtsanwaltsgebühren, Sachverständigen- und Dolmetscherhonorare, Schöffen- und Zeugenentschädigungen sowie Gerichtsgebühren. Die Preise steigen um +10%, im Sozialrecht gar um +20%. 

Aus der Ratsmitteilung einer süddeutschen Stadt zur Gebührenanhebung in der Abfallentsorgung: “…bei einer 120 Liter-Tonne müssen 237 € statt bisher 190 € und bei einer 240 Liter-Tonne 474 € statt bisher 379 € gezahlt werden.” Das sind also Preiserhöhungen von +24,7% und 25,1%. Diese Größenordnungen dürften m.E. eine Steilvorlage für viele Kommunen sein, ihre Preise in ähnlicher Größenordnung anzuheben. 

Im Jahr 2021 steigen auch die Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen spürbar. Zusätzlich steigt der durchschnittliche, individuelle Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent auf 1,3 Prozent. 

Was könnte im Steuerjahr 2021 noch auf uns zukommen? Vorstellbar ist eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Auch die Idee eines “Corona Lastenausgleichs” (gleich Zwangshypothek) für Immobilieneigentümer wurde schon aufgebracht. Eine Erhöhung der Erbschaftssteuer liegt bestimmt ebenfalls nahe. 

Trotz meiner o.g. düsteren Erwartungen an das Steuer- und Abgabenjahr 2021 möchte ich nicht übergehen, dass unser Gesetzgeber auch Wohltaten verteilt. Dazu zählt z.B. die Anhebung des Kindergeldes auf 219 EUR für das erste und zweite Kind (für Nummer 3 werden 225 EUR und für jedes weitere 250 EUR gezahlt) oder die Einführung der sog. Grundrente (m.E. nur ein neuer Name für ohnehin fällige Sozialleistungen, die häufig heute schon vom Staat übernommen werden.) Im Angesicht der staatlich verfügten Preissteigerungen (Beispiele s.o.) werden sicherlich alle Empfänger des staatlichen Mindestlohnes die Erhöhung ihrer Bruttovergütung um +1,6% zum Jahresanfang 2021 und ein weiteres Prozent zum 1. Juli 2021 auf dann 9,60 EUR je Stunde mit einem großen Feuerwerk abfeiern wollen. Dem stehen gegenwärtig allerdings die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie entgegen.   

Gemeinsam der staatlichen Preistreiberei Einhalt gebieten!

Leider steht der erfolgreichen Gegenwehr mangelnde Finanzbildung im Weg. Insbesondere bei der letztgenannten Einkommensschicht. Daher wird auch an dieser Stelle der Ruf nach einer Förderung des privaten Sparens in Aktienfonds sowie in allgemeine Finanzbildung ungehört verhallen.

Wer aber meint, vor dem Hintergrund von Nullzins und drohender Inflation, langfristig in Sachanlagen (über Aktien- und Mischfonds sowie Gold) krisenfest aufgestellt zu sein, hat nun die Möglichkeit, endlich das Ruder auf den richtigen Kurs zu setzen. Jeder sollte an den Preissteigerungen von Aktien, Rohstoffen und Immobilien profitieren. Einfach die Online Strecke absolvieren und gleich hier bequem online ein Depot mit Vermögensverwaltungsvertrag einrichten!

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2 Gedanken zu „Staat als Preistreiber 2021“

  1. Kurzer Nachtrag: Ja, in der Hansestadt Buxtehude haben sich meine “Abfallentsorgungsgebühren” zum Jahreswechsel um bescheidene +50,6% verteuert.
    Freunde: Diesen Satz möchte ich einfach nie wieder hören: “Wenn ich 100 EUR auf dem Konto habe, sind die am Jahresende immer noch da.”
    DAS SIND SIE NICHT! Der Staat zockt uns alle ab und heizt die Inflation bewusst an.
    Beste Grüße,
    Christoph Vogt, 11.01.2021

    Antworten
  2. Noch ein zweiter Nachtrag: In Hamburg unternimmt die Politik auch alles, um die Innenstadt in einen Park aus Nagelstudios und Dönerläden zu verwandeln. Die Ansage scheint weiter zu sein: Autos (und deren Insassen) raus aus der Stadt – Willkommen beim Online Handel!
    Wie ich darauf komme?
    Preiserhöhungen im städtischen Parkhaus (ungepflegter, unbewachter Rohbau) zum Jahreswechsel 2020/2021. Abschaffung der Tageskarte. Ersatz durch “Tageshöchstsatz”. Dieser liegt total lustige +45,3% über dem bisherigen Preis.
    Ihr habt auch solche Beispiele, wie der Staat uns ungehemmt in die Tasche langt – ohne Steuern zu erhöhen? Dann schreibt mir diese hier doch bitte in die Kommentare!
    Beste Grüße,
    Christoph Vogt

    Antworten

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