So funktionieren Investmentfonds

Investmentfonds oder einfach nur “Fonds” haben haben entscheidende Vorteile für Geldanleger. Sie zahlen in diesen Fonds wie in einen großen Topf ein. Jeder, der dort einzahlt, erhält entsprechend Anteile am Fondsvermögen. Der zuständige Fondsmanager oder ein ganzes Team von Fondsmanagern übernimmt dann die Verantwortung, das Fondsvermögen in verschiedenen Wertpapieren anzulegen. Wie genau die Aufteilung in verschiedene Investmentklassen erfolgen soll, ist natürlich festgelegt und allen Anlegern bekannt. Gerade weil diese Form der Geldanlage so beliebt und praktisch für einzelne Anleger ist, haben sich in den letzten Jahrzehnten viele verschiedene Arten von Fonds gebildet. 

Investmentfonds können nach diversen Kriterien in viele verschiedene Arten eingeteilt werden

In welche Investmentklassen wird investiert? Hier kann z.B. reine Aktien-, Renten- (Anleihen-) oder gemischte Fonds unterschieden werden. Daneben gibt es inzwischen viele weitere Spezialitäten, z.B. Fonds, die nur in Wandelanleihen investieren. Auch gibt es Fonds, die nur in sog. Geldmarkttitel also zinstragende Wertpapiere mit sehr kurzen Laufzeiten investieren.    

Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist z.B. das nach Branchen bei Aktienfonds. Es gibt Fondsmanager, die ausschließlich in Pharma- bzw. Medizintechnologie investieren, in die Automobilindustrie, den Energiesektor oder Robotertechnologie. Hierbei kommt es öfter zu gewissen Modewellen, wie z.B. zur Jahrtausendwende im Internet- und Computersektor oder aktuell in alles was wie “green, clean oder fair” klingt. Im Deutschen macht sich das Wort “Nachhaltigkeit” z. Zt. im Vertrieb sehr gut.  

Der Investmentstil ist zu einem ganz wichtigen Unterscheidungsmerkmal von Investmentfondsmanagern geworden. Arbeitgeber fürchten sich vor dem sog. “Star Ansatz”. Hierbei liegt die Verantwortung für jede Investmententscheidung innerhalb eines Fonds bei nur einer Person, die in ihrem Sektor besonders erfolgreich ist. Wird diese erfolgreiche Managerin oder der Manager dann vom Wettbewerb abgeworben, geht regelmäßig ein Großteil der sog. “Assets under Management” (AuM) beim Ex-Arbeitgeber verloren. Die zufriedenen Anleger, deren Investmentanteile sich gut entwickelt haben, folgen dem Star zu seinem neuen Arbeitgeber oder in dessen Selbstständigkeit. Das funktioniert sogar auch bei kleinen Teams. Die Stars der Branche haben sich i.d.R. eigene Research Ansätze und Datenbanken zur Analyse entwickelt. Anhand dieser treffen sie ihre Investitionsentscheidungen. Außerdem sind sie in ihrem Sektor hervorragend vernetzt. Sie kennen die von ihnen analysierten Unternehmen, deren Kunden sowie Zulieferer, um genau zu verfolgen, wie sich der Sektor entwickelt. Meistens handelt es sich hierbei um aktives Fondsmanagement.

Anleger haben die Qual der Wahl bei Fonds. Die Vielfalt ist für Unerfahrene wirklich erdrückend!   

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Passive ETF waren in den letzten Jahren Verkaufsschlager in der Finanzbranche

Aufgrund des hohen Automatisierungsgrades und damit verbundener niedrigerer Kosten, haben sich in den letzten Jahren passiv verwaltete Fonds zu einem Verkaufsschlager der Fondsbranche entwickelt. Dabei hat sich der Begriff “Exchange Traded Fund” (ETF) als Synonym für einen Indexfonds entwickelt. Allerdings muss nicht jeder ETF einen Index abbilden. Hier sind diverse Variationen entstanden. Im Gegensatz zu einem aktivem Ansatz wird bei den passiven Fonds die Auswahl der zu kaufenden Wertpapiere durch den unterliegenden Index definiert. So wird z.B. für den Deutschen DAX 30 die Zahl der Aktien auf die 30 im DAX enthaltenen Unternehmen limitiert. Jeder dieser 30 Titel wird mit seinem aktuellen Gewicht im Index auch im Fonds abgebildet. Da das per Computer gesteuert in Echtzeit passiert, macht es Sinn, so einen Fonds ebenfalls während der Handelszeit der Wertpapiere im Index an einer Börse zu handeln. Im harten Preiswettbewerb der Branche führte das dazu, dass einige Anbieter solche Produkte inzwischen ohne gesonderte Handelsgebühren handeln. Die Provision ergibt sich dann nur noch aus dem Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis.  

Fonds können an vielen weiteren Merkmalen bzw. strategischen Ansätzen der Geldanlage unterschieden werden

Aktiv gemangte Fonds können z.B. Mindestinvestitionsquoten vorsehen. Es kann sein, dass ein Fondsmanager immer mindestens 75% des Fondsvermögens in Aktien investieren muss. Oder es gibt die Vorgabe, möglichst dauerhaft nahe 100% investiert zu sein. Dann gibt es das Unterscheidungsmerkmal der Haltefrist eines Wertpapiers innerhalb des Fondsvermögens. Einige Fondsmanager investieren sehr langfristig und möchten über viele Jahre ihren Investments treu bleiben. Das machen sie unter der Voraussetzung, dass ihre Investmentidee aufgeht. Diesem Ansatz stehen kurzfristig orientierte Manager gegenüber, die nach kurzfristigen Fehlbewertungen suchen und manchmal nur für wenige Stunden oder Tage in ein Wertpapier investieren. Die Investitionsziele der Manager können ebenfalls erheblich variieren und führen zu einem weiteren wichtigen Unterscheidungsmerkmal. Während einige Fonds nur in die ganz großen globalen Unternehmen investieren, setzen die Anhänger der kleineren und mittleren Unternehmen (sog. “Small- und Mid Caps”) auf die höheren Wachstumsraten in diesem Segment.  

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Die Vorstellung vieler weiterer Strategien im Bereich von Anleihen und Derivaten würden den Umfang eines einzelnen Blog Beitrags völlig sprengen. Das holen wir hier später nach. 

Alle Fondsanleger erhalten selbstverständlich regelmäßig Informationen über die Entwicklung des Fondsvermögens. Jedem in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Investmentfonds liegt ein umfangreicher Prospekt zugrunde. Darin finden sich alle für den interessierten Anleger vorhandenen Informationen. Wer nicht die Muße findet, sich durch die regelmäßig über 100 Seiten zu wühlen, wendet sich vertrauensvoll an seinen Finanzberater. Den Finanzberatern kommt nun die Funktion der “Manager Selektion” zu. Ist für einen Kunden eine sinnvolle Anlagestrategie ermittelt worden und die notwendigen Finanzinstrumente hierfür sind festgelegt, gilt es die besten Fonds zu finden. Wie die Manager Selektion im Detail funktioniert, greife ich hier in einem weiteren Beitrag auf.  

Rund 700 Fondsgesellschaften sind derzeit in Deutschland aktiv. Sie alle dürfen eigene Fonds (“Töpfe”) an Kunden vermarkten. Davon sind 114 im Bundesverband BVI organisiert und stehen für knapp 4.000 Milliarden EUR angelegter Gelder. Anleger haben derzeit in Deutschland die Wahl aus rund 7.300 inländischen Investmentfonds. Einige davon halten wir regelmäßig in der FORMAT Asset Management. Natürlich ohne Ausgabeaufschlag oder “Einstiegsgebühr” – wie auch immer das genannt werden mag.  

Hier geht es direkt zur Kontaktaufnahme, wenn Sie mir bitte ein paar kurze Fragen beantworten. 

Christoph Vogt 

Q. www.bvi.de, www.bundesbank.de

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